Ein kurzer Auszug aus meinem Musikerdasein

Meine Familie war schon immer sehr musikalisch veranlagt. Meine Großeltern spielten Klavier, mein Großvater war zudem ein Virtuose auf der Mandoline und der singenden Säge. Meine Mutter besuchte das Musikkonservatorium in Augsburg und belegte dort die Fächer Klavier und Gesang. Die Liebe zur Musik wurde mir sozusagen mit in die Wiege gelegt.

Im zarten Alter von acht Jahren bagann sich meine Liebe zur Musik zu entwickeln, damals sah ich Franz Lambert in einer Fernseh-Show und war derart begeistert dass ich meiner Mutter erklärte auch so etwas wie Orgel oder Klavier lernen zu wollen. Davon recht angetan, meldete sie mich zum Klavierunterricht an meiner Schule an und kaufte mir eine Bontempi Gebläse-Orgel. Ich ging also ein Jahr lang in den Klavierunterricht und musste feststellen dass dies doch etwas anderes war als das was ich im TV gesehen hatte, dort ersetzte das Instrument eine ganze Band, mit Schlagzeug, Bass und allem was dazu gehört, im Unterricht war es "nur" das Klavier und immer wieder die Tonleiter rauf und runter.

 Aber ich hielt tapfer durch!

 

Dann kam das nächste Weihnachten und ich hatte meinen ersten "offiziellen" Auftritt, "Stille Nacht" vor der ganzen Familie und alle konnten sehen wie ich mit vollem Einsatz dabei war. Daraufhin erfüllte mir meine Mutter meinen größten Wunsch, eine Heimorgel (heute nennt man es Keyboard) mit vielen Funktionen und aus den Klavierstunden wurde ein Orgelunterrricht. Mein Musiklehrer meinte damals Musiknoten seien zwar keine Hieroglyphen für mich, aber beste Freunde würden wir wohl nie werden. Und er hatte Recht, ich kann sie zwar lesen, spiele aber nach wie vor lieber aus dem Gehör heraus. Zu dieser Zeit spielte ich nur das Instrument, der Gesang kam erst mit einer Schulaufführung bei der ich "Oh mein Papa" gesungen und gespielt habe dazu.

 

Seit diesem Zeitpunkt wusste ich nur spielen alleine genügt mir nicht, ich muss auch singen! Kurzum, es folgten die ersten Auftritte mit Musik und Gesang bei Familienfeiern und es ging immer weiter. Im Laufe der nächsten Jahre bekam ich immer öfter die Möglichkeit öffentlich aufzutreten, auf Hochzeiten, zu Geburtstagen und, als absolutes Highlight für mich, auch auf dem Augsburger Plärrer.

Irgendwann genügte mir es nicht mehr nur Stücke nachzuspielen und so begann ich mit siebzehn meine eigenen deutschen Texte zu schreiben und auch die Musik dazu zu komponieren. Und auch hier sah ich, dass die Musik genau das Richtige für mich ist. Sie gab mir immer wieder Halt und Ausgleich in meinem doch sehr turbulenten Leben.

Gefühle und Gedanken, all dies bringe ich mit meiner Musik zum Ausdruck und es bereitet mir jedes mal eine große Freude andere Menschen damit glücklich zu machen und ein Lächeln in ihr Herz zu zaubern.